Schöne Zähne fördern die Karriere
Stars im Showgeschäft und andere Prominente haben längst erkannt, dass ein schönes Lächeln und strahlend weiße Zähne wichtige Schlüssel zum Erfolg sind. Aber auch wer nicht ständig vor der Kamera steht, sollte sich bewusst sein, dass ein gepflegtes schönes Gebiss viel zum persönlichen Vorankommen beitragen kann. Das Aussehen beeinflusst Karrieren enorm. Studien und Meinungsumfragen haben ergeben, dass attraktiven Gesichtern Eigenschaften wie erfolgreich, intelligent, geselliger, lustiger und leistungsfähiger zugeschrieben werden. Auch konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen.
In einer Langzeitstudie der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik wurden regelmäßig Führungskräfte dazu befragt, wie groß sie den Einfluss der äußeren Erscheinung auf die Karriere einschätzen. Stuften 1986 nur rund fünf Prozent diesen Faktor als wichtig ein, so waren es 1991 bereits 14 Prozent, 1998 schon 22 Prozent und 2005, als die Studie veröffentlicht wurde, maßen die Befragten der Schönheit erstmals mehr Bedeutung bei als den persönlichen Kontakten. In der Praxis heißt das: Schöne Menschen werden eher zum Vorstellungsgespräch eingeladen, werden eher ausgewählt und haben danach größere Chancen, Karriere zu machen. Besonders bei männlichen Spitzenverdienern macht sich nach den Erkenntnissen der Studie dieses Prinzip bemerkbar.
Welchen Eindruck wir von einem Menschen haben, entscheidet sich innerhalb der ersten Sekunden. Dabei spielt das Gesicht eine herausragende Rolle. Es verrät uns etwas über die Emotionen unseres Gegenübers und liefert so nonverbal wichtige Informationen, die wir benötigen, um die Situation und unsere Mitmenschen einzuschätzen. Ein schönes Gegenüber ist uns sympathisch. Als schön empfinden wir symmetrische Gesichtszüge, einen schlanken Körper, intakte Haut, eine harmonische Zahnreihe und weiße Zähne.
Schöne Zähne kann jeder haben
Wer nicht von Natur mit diesen Merkmalen ausgestattet wurde, kann viel dazu tun, dass sich das zum Besseren ändert. Die moderne Zahnmedizin und Zahntechnik bieten zahlreiche Methoden, um unregelmäßige Zahnreihen und verfärbte Zähne wieder strahlend und regelmäßig zu machen.
Professionelle Zahnreinigung (PZR)
Um Zahnfleisch und Zähne auf Dauer fit zu halten, reicht das tägliche Zähneputzen allein allerdings nicht aus. Denn mit der Zahnbürste erreicht man maximal 70 Prozent der Zahnoberfläche. Die Pflege des Zahnzwischenraumes mit Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten ist ebenso wichtig. Trotzdem schafft man es in vielen Fällen nicht, alle schädigenden Ablagerungen auf der Zahnoberfläche zu entfernen. Bei der Professionellen Zahnreinigung (PZR) dagegen – ausgeführt durch die Prophylaxeassistentin in der Praxis – werden auch hartnäckige Beläge an den sonst nicht zugänglichen Stellen beseitigt. Zuerst werden die Verfärbungen – durch Nikotin, Koffein oder Tein – mit entsprechenden Instrumenten oder einem Pulverstrahlgerät gründlich gereinigt. Anschließend werden die Zähne poliert und mit Fluoridlack versiegelt. Natürlich werden dem Patienten auch Hinweise zur häuslichen Mundhygiene erläutert und demonstriert.
Ganz im Trend: Bleachen
Sind die Verfärbungen hartnäckig oder als Folge von Zahnwurzelbehandlungen bei einzelnen Zähnen aufgetreten, und kommen daher von innen, hilft oftmals das Bleachen (englisch = Bleichen). Je nach Ursache gibt es verschiedene Methoden, um Zähne dauerhaft aufzuhellen. Haben sich Zähne nach einer Wurzelkanalbehandlung grau verfärbt, kann der Zahnarzt durch das „interne Bleichen“ mit höheren Konzentrationen einer Wasserstoffperoxid- oder Natriumperborat-Lösung ihnen wieder zu einem helleren Farbton verhelfen. Dazu wird das obere Gebiet des ehemaligen Zahnnervs geöffnet und die aufhellenden Substanzen für eine gewisse Zeit in den Zahn hinein gegeben.
Sollen das ganze Gebiss oder Zahngruppen aufgehellt werden, bringt der Zahnarzt in einer Sitzung konzentrierte Aufhellungsmittel direkt auf die Zähne. Das Zahnfleisch wird dabei durch entsprechende Abdeckungen geschützt. Diese Art des Bleachens nennt man „in office bleaching“.
Daneben kann man seine Zähne beim so genannten „home bleaching“ auch selbst mit Hilfe eines Aufhellungsgels bleichen. Rund fünf- bis zehnmal wird dazu das Gel mit einer in der Zahnarztpraxis exakt den Zahnreihen und besonders dem Zahnfleischrand angepassten Trägerschiene auf die Zähne aufgebracht. Die Schiene verhindert, dass durch das Bleichmittel Schäden am Zahnfleisch entstehen. Das Gel muss über einen bestimmten Zeitraum seine Wirkung entfalten können, am besten geht das über Nacht.
Wichtig ist, dass am Anfang der Bleichbehandlung alle Möglichkeiten und Risiken ausführlich mit dem Patienten besprochen werden. Auch wer mit freiverkäuflichen Bleichmitteln selbst seine Zähne bleachen möchte, sollte den Zahnarzt vorher bei einer Kontrolluntersuchung über Risiken und Erfolgsaussichten befragen.
Neue Verkleidung: Veneers
Wenn beschädigte, zu kurze oder leicht schief stehende Zähne das Problem sind, kann diesem Makel mit Veneers abgeholfen werden. Veneers sind hauchdünne Verblendschalen aus Keramik, die auf die Oberfläche der natürlichen Zähne geklebt werden. Sie werden vom Zahntechniker in Detailarbeit genau nach der vom Zahnarzt erstellten Abformung auf Maß hergestellt. Farbe und Oberflächenstruktur können mit modernen keramischen Werkstoffen am besten nachgeahmt werden, so dass sie nicht von den eigenen Zähnen zu unterscheiden sind. Der Zahntechniker glasiert die Oberfläche der Verblendschalen, um sie zu glätten, so dass sich nur wenig Beläge und Zahnstein anlagern können. Damit wird gleichzeitig der Entzündung des Zahnfleisches vorgebeugt. Nur einen halben Millimeter sind Veneers stark, aber sie halten viele Jahre lang und bleiben dabei so schön wie am ersten Tag. Auch nach Jahren sind die Veneers stabil, farbbeständig und abriebfest – eine gute Pflege natürlich vorausgesetzt. Wer mit Veneers etwas für sein perfektes Lächeln tun möchte, sollte sich von seinem Zahnarzt über Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung informieren lassen. Es könnte sich als gute Investition in die eigene Karriere erweisen.
Copyright: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.
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