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Postraffung

Um aus einem von Natur aus kleinen und/oder schlaffen Po einen knackig schönen Hintern zu machen hilft selbst gezielter Muskelaufbau im Fitnessstudio in den meisten Fällen nicht viel. Eine zugegeben etwas teurere, dafür aber langanhaltende und kurzfristig zu sichtbarem Erfolg führende Alternative bietet eine ästhetisch-plastische Korrektur.
 
Diese kann entweder durch das Einbringen spezieller Po-Implantate, durch eine Gesäßstraffung oder durch den Transfer von Eigenfett erfolgen. Beim Eigenfett-Transfer wird das einzubringende Material durch Liposuktion (Fettabsaugung) an anderen Körperstellen gewonnen und nach entsprechender Aufbereitung injiziert. Diese Methode hat sich jedoch wegen der schwierigen Vorhersehbarkeit des Endresultates nicht durchgesetzt. Bei einer Gesäßstraffung wird überflüssiges Haut-, Fett- und Bindegewebe reduziert und neu geformt Um einen straffen wohlgeformten Hintern zu bekommen, eignen sich am besten speziell geformte Silikon-Implantate, die es in verschiedenen Formen und Größen, sozusagen ganz nach Maß gibt. Sie sind mit einem hochvernetzten Silikon-Gel gefüllt, das selbst im Fall eines Risses der Hülle nicht auslaufen kann. Die Implantate sind nicht tastbar, sie ermöglichen uneingeschränkte Bewegungsabläufe und bieten ein völlig natürliches Sitzgefühl, da sie nicht auf dem Sitzbein liegen. Speziell entwickelte Operationstechniken machen es möglich, das fehlende Volumen zu ersetzen und den Po entsprechend symmetrisch zu modellieren. Danach müssen Sie dem Körper einige Zeit zur Regeneration einräumen. Für die ersten sechs bis acht Wochen nach der Glutaeusaugmentation sollten Sie sportliche Aktivitäten mit Belastung der Narben (Fahrradfahren, Gymnastik, Joggen etc.) vermeiden und möglichst wenig sitzen, um Zug auf die Wunden zu vermeiden. Sobald alles gut verheilt ist und der Körper sich an die neue Situation gewöhnt hat, können Sie wieder selbstbewusst im Minirock oder Bikini den Sommer genießen. Viel Spaß dabei!

Die Glutaeusaugmentation kann auch in Kombination mit einer Bauchdeckenstraffung erfolgen.  Beim sogenannten Bodylift wird in der Regel eine Straffung des Unterbauchs zusammen mit einer Gesäß- und Oberschenkelstraffung durchgeführt. Zusätzlich kann die Straffung der Oberschenkelinnenseite mit einbezogen werden.
Für die Glutaeusaugmentation gibt es verschiedene Varianten der Schnittführung, die bereits vor der Operation am stehenden Patienten angezeichnet wird. Je nachdem, welche Region gestrafft werden soll, erfolgt die Schnittführung entweder oberhalb des Gesäßes in Fortsetzung des Schnittes zur Bauchdeckenstraffung, über die Gesäßmitte (Bikinischnitt) oder in der Gesäßfalte. Erfolgt der Schnitt an der Innenseite der vertikalen Po-Falte, liegen die Narben später im Verborgenen. Bei einer Schnittführung über das Gesäß oder in der Gesäßfalte wird ein spindelförmiges Hautareal deepithelisiert (von der obersten Hautschicht befreit) und unter die benachbarte Haut verschoben. Auf diese Weise gelingt eine Straffung und Augmentation gleichzeitig, während bei einer alleinigen Hautentfernung der Hintern zu flach werden würde. Nach dem Anlegen des Hautschnitts im Bereich der markierten Schnittführung wird das Unterhautgewebe mit einem speziellen stumpfen Dissektor von der Muskulatur abgelöst, um das Straffungsergebnis zu verbessern. Zusätzlich kann, falls erforderlich, eine konturausgleichende Liposuction durchgeführt werden. Das Einsetzen der Implantate erfolgt über zwei Taschen, die vom Operateur links und rechts unter dem Gesäßmuskel (Glutaeus) herausgearbeitet werden. Unabhängig von der verwendeten Methode werden bei jedem Eingriff Wunddrainagen gelegt, damit Blut und Serum abfließen können. Abschließend wird die Wunde vernäht. Die Drainagen werden nach ein bis zwei Tagen und die Hautfäden nach zwei Wochen entfernt. Sie müssen nach erfolgter OP für etwa acht bis zehn Wochen ein Kompressionsmieder tragen und sollten für die ersten sechs bis acht Wochen nach der Glutaeusaugmentation sportliche Aktivitäten mit Belastung der Narben (Fahrradfahren, Gymnastik, Joggen etc.) vermeiden sowie möglichst wenig sitzen um Zug auf die Wunden zu vermeiden.


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