Oberarmstraffung
Autoren: Dr. W. Langer, Dr. R. Wakili, Hannover
Im Laufe eines Lebens, verstärkt durch Gewichtsabnahme, Alterung und Zug der Schwerkraft, kann es zur Erschlaffung der Oberarmhaut und der tiefer gelegenen bindegewebigen Schichten kommen. Es werden überschüssige Hautlappen und Fettpolster besonders beim Anheben der Arme sichtbar, die eventuell nicht mehr alleine durch Fettabsaugung zu beeinflussen sind.
Zur Behandlung wird eine Oberarmstraffung durchgeführt, wobei je nach Ausprägung des Hautüberschusses verschiedene Operationstechniken zum Einsatz kommen.
Liegt nur ein Fettpolster mit leichtem Hautüberschuß vor, kann die Fettabsaugung mit anschließender Kompressionsbehandlung ausreichend sein, wobei die Schrumpfungsprozesse der Haut nach Absaugung abgewartet werden müssen. Liegt jedoch ein erheblicher Hautüberschuß vor, kann dieser nur weggeschnitten werden. Die Schnittführungen variieren hier, es können T-förmige, hockeyschläger-artige und gerade Narben verbleiben.
Zudem ist es möglich Fettabsaugung und Hautresektion zu kombinieren, um die Oberarme wieder schlank und straff aussehen zu lassen. Die Narbe reicht von der Axelhöhle auf die Oberarminnenseite und ist bei angelegtem Arm nicht sichtbar. Die Narben können je nach Befund ca. zwischen 10 bis 16 cm lang werden.
Eine alleinige Fettabsaugung ist meist in lokaler Betäubung, sogenannte Tumeszenzlokalanästhesie, möglich. Ist jedoch eine Hautresektion, bzw. Kombination beider Techniken nötig, empfiehlt sich eine Vollnarkose.
Im Anschluß an die Operation wird ein komprimierender Verband angelegt, der für ca. drei Wochen erforderlich ist. In der ersten 6 Wochen ist eine Sportkarenz zu empfehlen. Mögliche Probleme können in Form von Nachblutungen, Blutergüssen, Wundheilungsstörungen, unschöne Narben oder umschriebene Gefühlsminderungen der Oberarmhaut auftreten.
So empfiehlt sich zu Beginn eine sorgfältige Beratung durch Ihren behandelnden Arzt.