Faltenunterspritzungen bzw. Faltenbehandlungen sind recht kleine Eingriffe im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Sie geschehen in der Regel ambulant mit nur lokaler Betäubung. Dabei werden als unschön empfundene Falten mit körpereigenen, natürlichen oder künstlichen Substanzen unterspritzt. Welche Substanz am Besten geeignet für die Faltenunterspritzung ist, hängt stark von der Ursache der Falten und deren Lage ab. Faltenunterspritzungen müssen normalerweise nach einiger Zeit erneuert werden, da sich alle Stoffe, die dafür genutzt werden, mit der Zeit im Körper abbauen und damit die gewünschten Effekte verloren gehen.
Oft wird körpereigenes Fett zur Faltenunterspritzung genutzt. Das Fettgewebe wird dazu an Stellen des Körpers entnommen, an denen der Verlust nicht auffällt. Körpereigenes Fettgewebe ist sehr verträglich für die Faltenunterspritzung. Es schadet dem umliegenden Gewebe nicht und kann praktisch an jeder Stelle des Körpers eingesetzt werden. Nach etwa 6 Monaten bis zu 2 Jahren wird allerdings auch körpereigenes Fettgewebe vom Körper abgebaut, so das eine erneute Behandlung notwendig werden kann.
Zu den natürlich vorkommenden Substanzen mit denen Faltenunterspritzungen durchgeführt werden können, gehört die Hyaluronsäure. Dieser auch im Körper vorkommende Stoff hat eine Art „unterfütternde“ Wirkung für die Region, in der man Sie angewendet. Die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure gilt als ausgesprochen sicher und nebenwirkungsfrei. Hyaluronsäure wird allerdings recht schnell vom Körper abgebaut, so dass häufige Wiederholungen der Behandlung notwendig werden.
Populär für die Faltenunterspritzung ist Botulinumtoxin A, eine nicht im menschlichen Körper vorkommende Substanz. Botulinumtoxin A – oder kurz „Botox“ – ist eigentlich ein Nervengift. Die Faltenunterspritzung mit dieser Substanz bietet sich nur in Gesichtsregionen an, in denen Falten sich durch Muskelbewegungen gebildet haben. Botox lähmt diese Muskelbewegungen und sorgt damit für eine Glättung. Der nicht natürliche Stoff Botox – oder Botulinumtoxin A - ist eine Art der künstlichen Behandlung von Falten. Dabei werden Teile der Gesichtsmuskulatur gelähmt, die dafür sorgen, das sich Bereiche des Gesichtes bzw. deren Hautpartien zusammenziehen. Die Faltenunterspritzung mit Botox hat den Vorteil eines unmittelbaren Effektes. Nachteilig ist die Dauer der Auswirkungen einer Faltenunterspritzung mit Botox: Der Effekt nach einer Erstbehandlung dauert nur etwa vier bis sechs Monate an, ab der zweiten Behandlung soll sich der Effekt etwas länger halten.
Die Krankenkasse zahlt eine Faltenunterspritzung nicht. Kosten dafür müssen vom dem Patienten selbst aufgebracht werden.